Wissenswertes

Otto Bartning (* 12. April 1883 in Karlsruhe; +  20. Mai 1959 in Darmstadtt; deutscher Architekt und Architekturtheoretiker.

Leben

Studium an TH in Karlsruhe und Berlin (1904-08), anschließend freischaffender Architekt in Berlin. Er wollte mit Walter Gropius das Bauhaus gründen, war dann aber doch nicht beteiligt (Alleingang von Gropius). Nach der Einrichtung des Bauhauses (in Dessau) war Bartning 1926-30 Direktor der neugegründeten Bauhochschule in Weimar, danach vorwiegend in Berlin tätig (u.a. in der Architektenvereinigung Der Ring). 1946 Vorsitz des wiedergegründeten Deutschen Werkbundes, ab 1951 auch Präsident des Bundes Deutscher Architekten.

International bekannt wurde B. 1928 mit der zweitürmigen Stahlkirche auf der Pressa-Ausstellung in Köln (im Krieg 1943 zerstört, als Melanchton-Kirche in Essen wiederaufgebaut).

Sonstige wichtige Bauten:

  • Privathaus Wylerberg in Kleve (1921-24),
  • Sternkirche (Entwurf) (1921),
  • Wasserturm Braunkohlenwerke Zeipau (1923),
  • Siedlungsbau in Berlin-Schöneberg (1926-28),
  • Deutscher Pavillon für die Mailänder Messe 1926,
  • Kleist-Theater Frankfurt(O.) (1928-29),
  • Großbausiedlung Berlin-Jungfernheide (1927-30),
  • Mensa am Philosophenweg Jena (1928-30),
  • Versuchssiedlung Neckarsteinach (1946),
  • 49 Notkirchen in Elementbauweise (1948-50),
  • Himmelfahrt-Kirche Berlin-Wedding (1954-56),
  • Wiederaufbau der Dreifaltigkeitskirche Worms (1955-59)

Publikationen:

  • Neuer Wohnbau, Durchführung von Versuchssiedlungen, (O. Bartning, H. Wandersleb, O. Maier Verlag 1958)
  • Vom Raum der Kirche, (O. Bartning, A. Siemon, Rasch; 1958)

Literatur

  • Der Baumeister Otto Bartning (H.K.F. Mayer, Heidelberg, 1951)
  • Otto Bartning in kurzen Worten (O. Beyer, O. Bartning, Furche-Verlag, 1954)
  • Otto Bartning, Materialien zum Werk des Architekten (H. Lerch, J. Bredow, Darmstadt, 1983)
  • Das Notkirchenprogramm von Otto Bartning (C. Schneider, Tectum Verlag, 1997)
  • Das andere Bauhaus (Otto Bartning und die Staatliche Bauhochschule Weimar, 1926-1930, Kupfergraben Verlagsgesellschaft)

Weblinks